Rückblick 2022

Rückblick 2022

Rapsblüten und Staubfahnen

Die 21. Auflage des Twinduro-Treffens auf der Tonenburg fand vom 13. bis 15 Mai wieder zum gewohnten Mai-Termin statt.

Rapsfelder im satten Gelb links und rechts des Roadbook-Tracks – darauf mussten die Twinduristen corona-bedingt in den beiden vergangenen Jahren weitgehend verzichten, als die Twinduro-Treffen 2020 und 2021 notgedrungen auf Termine im September und Oktober verlegt werden mussten.
Doch in diesem Jahr standen die Zeichen auf „Go“ für den traditionellen Termin im Mai.
Offenbar warteten die vielen „Wiederholungstäter“ ebenso wie etliche Neu-Twinduristen regelrecht ausgehungert auf das unvergleichliche Ambiente des Treffens auf der Tonenburg, die familiäre Atmosphäre und die fahrerischen Verlockungen der Roadbook-Rallye, denn die 185 Teilnehmer-Plätze waren schon wenige Stunden nach Freischaltung der Anmeldung fast vollständig ausgebucht.
Die Roadbook-Rallye am Samstag führte auf rund 160 Kilometern immer wieder über schmale und oft unbefestigte Feld- und Waldwege durch das südliche Weserbergland in Richtung Diemel.
Da staunten selbst die einheimischen Twinduristen, welche Strecken das Orga-Team um Jens, Martin, Stefan und Timo jedes Jahr auf´s Neue aus dem Hut – oder besser noch: aus dem Enduro-Helm – zauberten.
Dank des prachtvollen und schon seit Tagen anhaltend trockenen Wetters waren die in 6er-Teams gestarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmer meistens schon von Weitem an langen Staubfahnen zu erkennen, die von den Grobstollern selbst auf asphaltierten Wegen aufgewirbelt wurden. Wer jedoch auf den vorderen Plätzen landen wollte, profitierte auch in diesem Jahr von einer eher ruhigen Gashand und Fahren nach der Formel „Podest = Grip + Grips“.
So wurden zum Start nicht nur die Roadbooks ausgehändigt, sondern auch wieder ein die Aufmerksamkeit fordernder Aufgabenbogen mit Fragen rund um Land und Leute links und rechts des Weges. Denn das beschriebene Windrad rechts neben der Schotterstrecke – eins von „ziemlich vielen“ – mit den zu zählenden 120 Haltebolzen will erstmal gefunden werden!
Ausgebremst wurden die Teams unterwegs an zwei Stationen, an denen es Gefühl und Geschicklichkeit beim Fahren unter Beweis zu stellen gab.
Da fahren an Station 1 alle – wie im richtigen Leben – schon mal mit Schwung in eine enge Sackgasse, aus der die Motorräder erst rückwärts fußelnd oder schiebend wieder auf den richtigen Kurs gebracht werden mussten. Mit den flinkesten Füßen meisterten dies „Die Fehlzünder“ in 40:82 Sec am besten. Auch an Station 2 galt es eher mit Gefühl Gas zu geben, denn hier ging es um Gleichmäßigkeit und nicht um Höchstgeschwindigkeit. Die Teams mussten einen U-förmigen, teils unbefestigten Kurs ohne anzuhalten möglichst in exakt einer Minute abfahren, was den „Grundverwirrten“ mit nur 8/100 Sec Abweichung am präzisesten gelang. Die Grip + Grips Formel wendeten am Ende die Teams „Los Dementos“ (Platz 1), „WD41“ (Platz 2), und „Dadü Dado … Öffrööd Öldies öhne Ölaf“ (Platz 3) am besten an und sicherten sich damit die vordersten Plätze.
Die Entscheidung zwischen Bronze und Blech fiel diesmal jedoch erst mit Hilfe einer Stichfrage, denn Team 17 – „Die Grundverwirrten“ – erzielten zunächst exakt dieselbe Punktzahl wie die „Dadü Dados“. Für diese wurden dann Hans und für die „Verwirrten“ Ingo auf die Bühne geholt, wo sie die Gesamtzahl der Roadbook-Kilometer aller Twinduro-Treffen möglichst exakt schätzen mussten. Auch wenn beide gleichermaßen treue Twinduristen sind, erzielt Hans mit seinem Tipp von 3.500 Kilometern fast eine Punktlandung – denn tatsächlich waren es 3.560 Kilometer!
Bestplatzierte, Schlusslichter und alle, die irgendwo dazwischen gelandeten waren, ließen sich danach an einem langen und milden Abend vom Team der Tonenburg verwöhnen.
Wer tagsüber noch nicht genug Staub geschluckt hatte, konnte nach der Siegerehrung zumindest auf der Leinwand noch mehr davon bekommen, als Eik noch in bewegten Bildern von den Offroad-Abenteuern der Enduro-Freunde-Bremen auf abgelegensten Pisten im spanischen Andalusien berichtete.

Da jedoch das Weserbergland alles andere als abgelegen sondern mitten in Deutschland liegt, darf auch schon der Termin für das 22. Twinduro-Treffen notiert werden, welches vom 12. – 14. Mai 2023 wieder auf der Tonenburg stattfinden wird.

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